Tagesarchiv für den 18. Mai 2009

Fröndenberg / Schwerte / Unna-Hemmerde: Baumfalken, Distelfalter, SumpfrohrsĂ€nger am 18.05.2009 (B. GlĂŒer)

SĂŒdwestlich des Hengsener TruppenĂŒbungsplatzes auf einem Gittermasten ein Baumfalkenpaar. In den Hemmerder Wiesen bzw. Hemmerde-Steinen insgesamt 3 SumpfrohrsĂ€nger. Neues von der „Distelfalterfront“: angesichts der zahlreich eingegangenen Beobachtungen muss man inzwischen wohl von einem invasionsartigen Einflug dieser Art sprechen. FĂŒr Mitte Mai dĂŒrfte das relativ ungewöhnlich sein – ich kenne derartige MasseneinflĂŒge bestenfalls von der zweiten Sommergeneration, die ab Juli fliegt. Bei einer Radtour hab ich zwischen Fröndenberg, Unna und Hemmerde (56,5 km) gezielt auf Distelfalter geachtet, die teilweise auf Feldwegen mit bis zu 7 Exmpl. auf ca. 200 m Wegstrecke saßen und kam auf die stattliche Zahl von insgesamt 68 Faltern (zwischen 17.00 Uhr und 20.30 Uhr). – Jetzt wird es natĂŒrlich spannend in Bezug auf andere wanderfreudige Arten, die aus derselben Himmelsrichtung zu uns kommen: Admiral, Taubenschwanz oder WindenschwĂ€rmer.

Montag, 18. Mai 2009

Fröndenberg: Beobachtungen am 18.05.2009 (Karl Heinz Beck)

Kuckuck im NSG Kiebitzwiese, fĂŒnf Haubentaucher, Stockenten drei mal mit KĂŒcken, sechs HöckerschwĂ€ne und ein Graureiher.

Kohlmeise bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Kohlmeise bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Kohlmeise bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Kohlmeise bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Höckerschwan und Haubentaucher bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Höckerschwan und Haubentaucher bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Hybrid-Ente bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Hybrid-Ente bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Buchfink bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Buchfink bei Fröndenberg am 18.05.2009 Foto: Karl Heinz Beck

Montag, 18. Mai 2009

Fröndenberg/Hamm: „Nordischer“ Sandregenpfeifer, Flussregenpfeifer, UferlĂ€ufer, RostgĂ€nse, KanadagĂ€nse, Distelfalter-Einflug vom Feinsten, Schwarzmilan, DorngrasmĂŒcken, GrauschnĂ€pper am 18.05.2009 (W. PrĂŒnte)

Ein Sandregenpfeifer-Weibchen der Rasse tundrae (mit deutlich dunklerem Mantel als ein benachbarter Flussregenpfeifer) rastete heute in einem Filterbecken von Gelsenwasser in Fröndenberg. Der Vogel mit braunschwarzer Ohrzeichnung bzw. braunschwarzem Brustring war sehr zutraulich. Im GelĂ€nde auch noch ein FlussuferlĂ€ufer und 2 MĂ€nnchen der Schnatterente, aber auch 2 4 bzw. 5 Junge fĂŒhrende Kanadagans-Paare.
In einem still gelegten Filterbecken brĂŒteten heute weiterhin die bereits auf der OAG-Seite gemeldeten 2 Paare des Flussregenpfeifers. Gelsenwasser verzichtet in den nĂ€chsten Wochen bewusst darauf, das still gelegte Filterbecken zu sĂ€ubern, was den Verlust der beiden Bruten bedeutet hĂ€tte. Ein herzliches Dankeschön fĂŒr diese großartige Geste, die auch in einem zweiten Fall dem Schutz einer bedrohten Vogelart gilt: Gelsenwasser wird auch den Sandberg „schonen“, in dem sich in den letzten zwei Wochen weit mehr als 50 Uferschwalben-Paare zur Einrichtung der Kinderstuben „eingegraben“ haben. Eigentlich wird der Sand zum AuffĂŒllen der Filterbecken benötigt, die u. a. das Industriegebiet mit Trinkwasser versorgen. „Wir holen uns jetzt den Sand an anderer Stelle“, bemerkte ein Werksangehöriger heute dazu, „die Uferschwalben sollen in Ruhe groß werden können“.
Über Gelsenwasser zogen heute 2 Wespenbussarde in Richtung NW. Am Fröndenberger KĂŒchenberg hĂ€lt weiterhin ein Paar Flussregenpfeifer die Stellung…
Am Ostrand der „Grube“ KĂŒchenberg, auf einem DammgelĂ€nde, singen 3 DorngrasmĂŒcken. Der Damm fĂŒr sich hat nur eine GesamtgrĂ¶ĂŸe von knapp einem ha – eine Siedlungsdichte dieser Art in diesem Bereich also von etwa 3 Paaren/ha?! Das ist eine sagenhafte, die Wirklichkeit im Kreisgebiet nicht widerspiegelnde Siedlungsdichte. FlĂ€chenzĂ€hlungen der DorngrasmĂŒcke ergeben nĂ€mlich ganz andere Dichtewerte: Heute fanden sich auf 3 Quadratkilometern (immerhin 300 ha!) lĂ€ndlich strukturierter FlĂ€che in Hamm-Opsen insgesamt gerade mal 16 Reviere dieser GrasmĂŒcken-Art, obwohl die Nachsuche mit Hilfe einer Klangattrappe (und damit besonders effizient) erfolgte…
Bei Opsen ĂŒbrigens ein Schwarzmilan – und auf Maisfeldern wenigstens 7 zumeist „versprengte“ Kiebitz-Brutpaare.
Das wirklich Beeindruckendste des Tages war nicht die Begegnung mit dem Sandregenpfeifer, sondern das Miterleben eines (fĂŒr mich) beispiellosen Einflugs des Distelfalters: Bereits am Morgen zĂ€hlte ich mehr am Rande der ornithologischen Erfassungen 30 wandernde Falter dieser Art auf Hammer Gebiet. Heute am Nachmittag zogen am Gelsenkirchener Wasserwerk in nur 2 Stunden mehr als 200 Ex. dieser Art „durch“.

Montag, 18. Mai 2009


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