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Themenschwerpunkte des OAG-Treffens am Dienstag, 12.03.2019, 19.00 Uhr

Ökologiestation Bergkamen-Heil, Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

Themen des Treffens am 12.03.2019:

1. KiebitzzÀhlung 2019
2. Verschiedenes

Wir freuen uns ĂŒber weitere Ideen und BeitrĂ€ge zur Tagesordnung!

Protokolle vergangener OAG-Treffen

 

Protokoll der OAG Sitzung vom 06.11.2018, 19.00 Uhr

Protokoll Gisbert Herber-Busch

Ökologiestation Bergkamen-Heil,
Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Kamen, LĂŒnen, Werne, Selm, Schwerte, Unna

Tagesordnung:
1. KiebitzzÀhlung 2018/2019
2. Erfassungshinweise zum Wespenbussard fĂŒr den Kreis Unna B. GlĂŒer
3. Aufruf zur Sperber-ZĂ€hlung H. KnĂŒwer
4. Verschiedenes
5. Impressionen aus Helgoland 2018 U. Norra

ad 1.: ZunĂ€chst stellte Falko PrĂŒnte die Ergebnisse der KiebitzzĂ€hlung 2018 vor, die mit 108 Brutpaaren den AbwĂ€rtstrend bestĂ€tigt hat. Bliebe die Kurve gleich, wĂŒrde der Kreis Unna im Jahre 2025/26 kiebitzfrei sein. Hoffen wir, dass es so weit nicht kommt!
Insgesamt lÀsst sich beobachten, dass der Kiebitz heute bereits weite Teile des Kreises verlassen hat.
Anke BienengrĂ€ber stellte die Ergebnisse der SchutzbemĂŒhungen mit Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes und des Sonderprogramms fĂŒr KiebitzschutzflĂ€chen dar. Insgesamt wurden 13 Landwirte angesprochen, die FlĂ€chen mit vermuteten Bruten bewirtschafteten. Frau BienengrĂ€ber bat nochmals um frĂŒhe Meldung von VerdachtsflĂ€chen, damit auch frĂŒhzeitig mit den Bewirtschaftern Kontakt aufgenommen werden kann.
Insgesamt wird aber immer deutlicher, dass die landwirtschaftliche Praxis insgesamt dem Feldvogelschutz angepasst werden muss, wenn der Arten- und IndividuenrĂŒckgang aufgehalten werden soll.
Die Kiebitzkartierung 2019 findet am 06.04.2019 statt.
Der Ablauf wird derselbe wie im letzten Jahr sein. Auf der nÀchsten Sitzung im Februar 2019 wird sie noch einmal detailliert besprochen.

ad 2.: Bernhard Gluer wies in seinem Vortrag ĂŒber die Erfassung des Wespenbussards auf besondere Schwierigkeiten bei dieser Art hin. Neben der spĂ€ten Ankunft und der damit einhergehenden weit fortgeschrittenen Belaubung der HorstbĂ€ume, sind Vorjahreshorste doft von anderen Greifvögeln besetzt. Dies, zusammen mit der heimlichen Lebensweise und den unkalkulierbaren Risiken der RĂŒckkehr von Altvögeln in angestammte Reviere durch die Gefahren des Zuges, machen die Art zu einer schwer erfassbaren.

ad 3.: Hermann KnĂŒwer stellte die aktuelle Situation der Sperberkartierung in NRW vor. Insgesamt wurden 2017 nur 22 BP erfasst, im Jahr 2018 durch die Einrichtung einer neuen Arbeitsgruppe in der NWO schon 56 BP. Auch diese Datengrundlage ist noch viel zu dĂŒnn, um Aussagen ĂŒber die Trendentwicklung machen zu können. Insgesamt herrscht aber die Meinung vor, dass die SperberbestĂ€nde deutlich abnehmen, was u.a. mit sinkenden Kleinvogelzahlen zusammenhĂ€ngen könnte.
Es werden dringend Kartiererinnen und Kartierer gesucht, die sich der Art annehmen. Eine Erfassungsmethodik liegt vor und kann bei Hermann nachgefragt werden.

ad 4.: Karl-Heinz KĂŒhnapfel zeigte einige hervorragende Bilder der Zwergammer, die sich im Winter ĂŒber 30 Tage in seinem Garten aufgehalten hatte. Durch die lang andauernde Dokumentation konnten Schritte einer Teilmauser im Kopfbereich detailliert nachvollzogen werden.

ad 5.: Zum Abschluss zeigt Uwe Norra Bilder seines letzten Helgolandaufenthaltes mit wunderschönen und aussagekrÀftigen Bildern.

Die Versammlung endete um 21:20 Uhr.

Protokoll der OAG Sitzung vom 27.02.2018, 19.00 Uhr

Protokoll Gisbert Herber-Busch

Ökologiestation Bergkamen-Heil,
Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

30 (!) Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Kamen, LĂŒnen, Werne, Selm, Schwerte, Unna

Tagesordnung:

1. KiebitzzÀhlung 2018
2. SaatkrÀhen im Kreis Unna (Manfred Scholz)
3. Vorstellung und EinfĂŒhrung Ornitho.de (Malte Busch)
4. Verschiedenes (Hinweis Veröffentlichtung Kiebitzgelegeschutz Tschechien (Malte Busch), Feldsperling-Förderung (Achim Pflaume))
5. Kurzfilm ĂŒber Naturschutz im Ökolandbau (Ilona JĂ€dtke, Benedikt Warnke)

ad 1.: Die Kiebitzkartierung 2018 findet am 07.04.2018 statt, Ausweichtermin ist der 14.04.2018.
Der Ablauf ist derselbe wie im letzten Jahr, also Dateneingabe ab ca. 15:00 Uhr ( Bitte nicht frĂŒher! ) in der Biostation.
Die Lokalkoordinatorinnen und -koordinatoren sind dieselben wie 2017 :

Selm: – Ilona JĂ€dtke, Michael Dorenkamp, Uwe Norra, Benedikt Warnke
Werne: – JĂŒrgen Hundorf, Klaus Nowack,
LĂŒnen: – Achim Pflaume
Bergkamen: – Udo Bennemann; Norbert Gruchot
Kamen: – Jens Brune, Karl-Heinz KĂŒhnapfel
Bönen: – Hartmut Peitsch, Bernhard GlĂŒer
Unna: – Bernhard GlĂŒer, Gisbert Herber-Busch
Holzwickede: – Hannah Stahl, Marvin Lebeus
Fröndenberg: Gregor Zosel, Marvin Lebeus
Schwerte: Wolfgang Pitzer, Dieter Ackermann / AGON Schwerte

Die Kartierungsunterlagen und Karten sind unter „Kiebitzkartierung 2016“ zu bekommen.
Die Kartiererinnen und Kartierer werden gebeten, die ehemaligen Standorte noch einmal kurz zu ĂŒberprĂŒfen.

Sollte am 07.04.2018 schlechtes Wetter sein, sind alle dazu aufgefordert, schlammfreie Wechselschuhe dabei zu haben, damit es keine Probleme mit der Sauberkeit in der Biostation gibt.

Falko PrĂŒnte stellt zum Beginn des Treffens fest, dass sich die OAG vor 20 Jahren zum ersten Mal getroffen hat. Leider hatte niemand Sekt zum Anstoßen dabei !

Das Kiebitz-Maßnahmen-Programm wird auch in diesem Jahr von der neuen Landesregierung finanziert.

Es wird darum gebeten bei der Kartierung auch auf den Flussregenpfeifer zu achten.

ad 2.: Manfred Scholz stellte in einem Vortrag seine soeben erschienene Dokumentation –
SaatkrĂ€hen im Kreis Unna – vor. Sein besonderer Dank galt Hermann KnĂŒwer, der eine unschĂ€tzbare Hilfe bei der Gestaltung der Dokumentation war, und den Kartiererinnen und Kartieren Irmgard Devrient, Reinhard Wohlgemuth, Hermann KnĂŒwer, Wolfgang Pitzer, Bernhard GlĂŒer und Gregor Zosel.
Neben einer Darstellung der derzeitigen Kolonien mit Standort und GrĂ¶ĂŸe wird auf die Entwicklung des SaatkrĂ€henbestandes im Kreis Unna sowie in NRW eingegangen. Außerdem werden Maßnahmen zur Konfliktvermeidung vorgeschlagen. Insgesamt richtet sich die BroschĂŒre, die mit UnterstĂŒtzung der NFG gedruckt werden konnte, nicht nur an Ornithologen, sondern auch an Politiker, Landwirte und andere Personen, die mit SaatkrĂ€hen in BerĂŒhrung kommen. Ziel ist es, ĂŒber die Art zu informieren und VerstĂ€ndnis fĂŒr ihre LebensĂ€ußerungen zu entwickeln.

ad 3.: Malte Busch stellte in einem Vortrag die Internetplattform ornitho.de vor, die es seit 2011 in Deutschland gibt und die vom DDA, Dachverband Deutscher Avifaunisten betreut und weiterentwickelt wird. Die inzwischen in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern aktive Plattform wird inzwischen von ĂŒber 22ooo Melderinnen und Meldern genutzt.
Außer der allgemeinen Zielsetzung von ornitho.de wurde erklĂ€rt, wie die Eingabe der Beobachtungen erfolgt und welche Möglichkeiten es z.B. mit einer App gibt, per Smartphone Beobachtungen zu melden.
Einen wichtigen Raum nahm die Beantwortung der Frage ein, welche wissenschaftlichen Fragestellungen mit den gesammelten Daten beantwortet werden können und welche Entwicklungen und Trends abgelesen werden können.

ad 4.: Malte Busch stellte kurz eine Untersuchung aus Tschechien vor, in der die Auswirkungen von Gelegemarkierungen bei Kiebitzbruten untersucht worden ist. Diese Studie hat erstmals auch experimentell ĂŒberprĂŒft, welche Auswirkung die Markierungen auf die PrĂ€dation haben. Als Ergebnis konnte kein signifikante Erhöhung festgestellt werden.

Achim Pflaume berichtete vom erfolgreichen Nisthilfenbau fĂŒr Feldsperlinge. Er kam zu dem Schluss, dass dort wo es Feldsperlingsvorkommen gibt, diese koloniebrĂŒtende Art hervorragend durch Bereitstellung von Nisthilfen unterstĂŒtzt werden kann.
Nachahmung erwĂŒnscht!!!

Bernhard GlĂŒer erklĂ€rte sich bereit, als Experte der OAG auf der Seite der NWO genannt zu werden und fĂŒr Anfragen und deren Beantwortung zur VerfĂŒgung zu stehen.

ad 5.: Zum Abschluss zeigten Ilona JĂ€dtke und Benedikt Warnke einen Film ĂŒber den
Feldvogelschutz im ökologischen Landbau, der auf dem Ökodorf Brodowin in der Schorfheide gedreht wurde. Alle Interessierten können diesen und weitere Filme auf der Website des Ökodorfes finden.

Protokoll der OAG Sitzung vom 05.09.2017, 19.00 Uhr

Protokoll Gisbert Herber-Busch

Ökologiestation Bergkamen-Heil,
Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bergkamen, Fröndenberg, Kamen, LĂŒnen, Werne, Selm, Schwerte, Unna

Tagesordnung:
1. KiebitzzÀhlung 2018
2. Perspektiven fĂŒr die Weiterarbeit
3. Verschiedenes
4. Vortrag Greifvogelnester (J. Brune, B. GlĂŒer)
5. EindrĂŒcke aus Brasilien / Pantanal (Uwe Norra)

ad 1.: Die Kiebitzkartierung 2018 findet am 07.04.2018 statt, Ausweichtermin ist der 14.04.2018.
Der Ablauf ist derselbe wie in diesem Jahr, also Dateneingabe ab ca. 15:00 Uhr ( Bitte nicht frĂŒher! ) in der Biostation.

Die Lokalkoordinatorinnen und -koordinatoren sind dieselben wie 2017 :
Selm: – Ilona JĂ€dtke, Michael Dorenkamp, Uwe Norra, Benedikt Warnke
Werne: – JĂŒrgen Hundorf, Klaus Nowack,
LĂŒnen: – Achim Pflaume
Bergkamen: – Udo Bennemann; Norbert Gruchot
Kamen: – Jens Brune, Karl-Heinz KĂŒhnapfel
Bönen: – Hartmut Peitsch, Bernhard GlĂŒer
Unna: – Bernhard GlĂŒer, Gisbert Herber-Busch
Holzwickede: – Hannah Stahl, Marvin Lebeus

Falko PrĂŒnte verwies kurz auf die Ergebnisse des Projektes unter Leitung von Kristian Mantel im Kreis Warendorf, bei dem alle Kiebitznester markiert werden. Die Vorgehensweise bei der Markierung ist vom MĂŒnsteraner Projekt bei Youtube als kurzer, erlĂ€uternder Film eingestellt worden. Zur Zeiteinsparung werden Laser-Entfernungsmesser eingesetzt. Auch die Verwendung einer WĂ€rmebildkamera kann einen Zeitgewinn bedeuten. Weitere Informationen sind bei der Naturschutzstation MĂŒnsterland des NABU zu finden.

Unser Vorgehen im Kreis Unna hat sich auf die Schaffung und EntschĂ€digung von Kiebitzinseln/bearbeitungsfreien BrutflĂ€chen konzentriert. Es konnten allerdings nur 4 Landwirte (Feldvogelinseln) zur Mitarbeit bewegt werden, 13 weitere FlĂ€chen sind im langjĂ€hrigen Vertragsnaturschutz wĂ€hrend der Brutzeit stillgelegt. Die meisten Insel-Landwirte wollten auch ĂŒber den 1 ha, der vom Land entschĂ€digt wird, die RestflĂ€che gefördert bekommen, was der Kreis dankenswerter Weise ĂŒbernommen hat. Der Bruterfolg dieser Methode ist recht gut, positive Effekte erzielt man außerdem auch fĂŒr die Insekten- und Pflanzenwelt.
Ob und in welcher Form im kommenden Jahr Projekte zum Kiebitzschutz vom Land NRW finanziert werden ist derzeit noch unklar.

ad 2.: Die OAG wird sich auch weiterhin zwei Mal jĂ€hrlich Treffen. Es wurde allgemein der Austausch untereinander und das „Wiedersehen“ als sehr positiv gesehen. Als Projekt bleibt auf jeden Fall die KiebitzzĂ€hlung fester Bestandteil der Arbeit. Auch die OAG Seite im Internet wird nach wie vor von allen Mitgliedern gelobt. Die tollen Fotos, die fachlich anspruchsvollen Kommentare und ihr lokaler Bezug unterscheiden die Seite von vielen anderen. Allerdings sind sowohl das Layout als auch der technische Background in die Jahre gekommen und bedĂŒrfen einer dringenden GeneralĂŒberholung, die ebenso wie die regelmĂ€ĂŸige Revision der BeitrĂ€ge aber derzeit wohl aus Zeitmangel nicht zu schaffen ist.

ad 3.: Das Ministerium hat die Biologischen Stationen in NRW gebeten Schwerpunktgebiete verschiedener Feldvogelarten zu melden. Falko wird die Karten mit unseren Daten rumschicken und bittet um Kommentare.

Auf dem nÀchsten Treffen soll die Internetplattform ornitho.de genauer vorgestellt werden um den Aufbau und die Möglichkeiten besser verstehen zu können. Einige Mitglieder hatten zum Beispiel Schwierigkeiten die Daten der WasservogelzÀhlungen einzugeben.

Michael Dorenkamp berichtete von einer Feldlerche, die nacheinander an drei verschiedenen Stellen ausgiebigen Reviergesang erklingen ließ. Die Gefahr ein Exemplar als drei verschiedene Individuen anzusprechen ist also recht hoch.

Karl-Heinz KĂŒhnapfel sucht einen Nachfolger, der in der KlĂ€ranlage Kamen VogelzĂ€hlungen durchfĂŒhrt und die WasserstĂ€nde reguliert. Interessenten sollen sich mit ihm in Verbindung setzen.

ad 4.: Jens Bruhne stellte eine interessante Veröffentlichung vor, die in Zusammenarbeit mit dem LBV und den Bayrischen Staatsforsten entstanden ist. Unter dem Titel „Horste im Wald – Erkennen – Bestimmen – SchĂŒtzen“ werden Greifvogelhorste, Spurenanalysen, LautĂ€ußerungen und ArtportrĂ€ts gezeigt, die dazu beitragen sollen diese recht schwierige Bestimmungsaufgabe zu lösen. Es ist geplant auch fĂŒr die nordrhein- westfĂ€lischen Förster eine Ă€hnliche Bestimmungshilfe zur VerfĂŒgung zu stellen.

ad 5.: Uwe Norra zeigte einen Diavortrag ĂŒber seine letzte ornithologische Reise nach Brasilien, wo er das Feuchtgebiet Pantanal besuchte. Die beeindruckenden Aufnahmen machten große Lust sofort dorthin aufzubrechen!

Protokoll der OAG Sitzung vom 28.02.2017, 19.00 Uhr

Protokoll Gisbert Herber-Busch

Ökologiestation Bergkamen-Heil,
Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen

22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bergkamen, Fröndenberg, Kamen, Bönen, Unna, Schwerte,  Werne, Selm

Tagesordnung:
Kiebitzkartierung 2017
Verschiedenes

ad 1.:   Die Kiebitzkartierung 2017 findet am 01.04.2017 statt, Ausweichtermin ist der 08.04.2017.
Der Ablauf ist derselbe wie im letzten Jahr, also Dateneingabe ab ca. 15:00 Uhr ( Bitte nicht frĂŒher! ) in der Biostation.
Die Lokalkoordinatorinnen und -koordinatoren sind dieselben wie 2016 :
Selm: – Ilona JĂ€dtke, Michael Dorenkamp, Uwe Norra, Benedikt Warnke
Werne: – JĂŒrgen Hundorf, Klaus Nowack,
LĂŒnen: – Achim Pflaume
Bergkamen: Udo Bennemann; Norbert Gruchot
Kamen: Jens Brune, Karl-Heinz KĂŒhnapfel
Bönen: Hartmut Peitsch, Bernhard GlĂŒer
Unna: Bernhard GlĂŒer, Gisbert Herber-Busch
Holzwickede: – Hannah Stahl, Marvin Lebeus
Fröndenberg: – Gregor Zosel, Marvin Lebeus
Schwerte: – Dieter Ackermann, Wolfgang Pitzer / AGON Schwerte
Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kartierung werden gebeten auch schon vor diesem Termin mögliche oder tatsĂ€chliche Kiebitzbruten an die OAG oder an Anke BienengrĂ€ber auf der Biostation zu melden, damit frĂŒhzeitig an die Landwirte heran getreten werden kann.
Falls ein Koordinatorenteam verhindert sein sollte – bitte bei der OAG melden!!
Auch in diesem Jahr sollen möglichst wieder interessierte „Neuornis“ gefunden werden.
Die Kartierungsunterlagen sind im Netz zugÀnglich, auf die Detailkarten wird in diesem Jahr verzichtet, da sie offensichtlich nicht benutzt wurden (alternativ können die Detailkarten der letzten Jahre von der OAG-Seite heruntergeladen werden).
Das LANUV bittet um Weitergabe der Daten der Kiebitzkartierung fĂŒr das Vogelschutzgebiet Hellwegbörde. Dieser Bitte wurde einstimmig nachgekommen.
Da es in diesem Jahr kein Sofortmaßnahmenprogramm des Landes zum Schutz von Kiebitzbruten mehr gibt, hat sich der Kreis bereit erklĂ€rt, Geld zur VerfĂŒgung zu stellen. Dabei sollen sogenannte Kiebitzinseln von 500 bis 1000 mÂł pro Gelege entschĂ€digt werden. Bei einer Gesamtsumme von 5000 bis 6000 € und einer EntschĂ€digungssumme von 1200 € – 1400 € pro ha fĂŒr Mais beispielsweise, wird schnell deutlich, dass es sich um eine sehr begrenzte Schutzmöglichkeit handelt. Um die Summe so effektiv wie möglich einzusetzen, sollte eine FlĂ€che mit möglichst hoher Gelegedichte ausgewĂ€hlt werden.
Als langfristige Lösung erscheint nach wie vor der FlĂ€chenkauf durch den Kreis erfolgversprechend, das Angebot an FlĂ€chen ist aber sehr gering. Daher der Aufruf an alle OAG’ler sich möglichst frĂŒhzeitig an die Untere Naturschutzbehörde zu wenden, falls man von Verkaufsambitionen einzelner Landbesitzer erfĂ€hrt.
Wir sollten als OAG an das LANUV herantreten und durch unsere KartierungsbemĂŒhungen sowohl den prozentualen Verlust an Erstgelegen dokumentieren als auch darauf hinweisen, dass die Fördermittel des Landes völlig unzureichend sind.

ad 2.:

Als Arten schlÀgt er vor :

Austernfischer (wurde schon in Werne gesichtet und wahrscheinlich gibt es schon seit 5 Jahren eine Brut auf einem Flachdach. Die Jungen wurden mit eingetragenen RegenwĂŒrmern gefĂŒttert.)

Blaukehlchen (frĂŒher gab es Nachweise in Lanstrop/Schwansbell, außerdem im letzten Jahr einen Gesangsnachweis von der Stadtgrenze  Dortmund aus Castrop-Rauxel –Ickern.)

Beutelmeise (im Brutvogelatlas von 1997 – 1999 waren noch 22 -31 Brutpaare erfasst).

Birkenzeisig (stark zurĂŒckgegangen; selbst die WintereinflĂŒge. Durch seinen auffĂ€lligen Ruf leicht zu identifizieren. Gibt es noch Beobachtungen zur Brutzeit??)

Erlenzeisig (wahrscheinlich kein Thema fĂŒr den Kreis Unna).

Fichtenkreuzschnabel (wird wahrscheinlich leicht ĂŒbersehen, da die Art schwer zu finden ist, normaler Weise nur Überflugrufe. Kann das ganze Jahr ĂŒber gesucht werden.)

Girlitz (stark zurĂŒckgegangen, aber nicht ganz verschwunden – Brutnachweise wĂ€ren sehr interessant fĂŒr die aktuelle Verbreitung im Kreis).

Grauspecht (Vorkommen nur im SĂŒden des Kreises)

Heidelerche (auf Halden)

KnĂ€ck-,Krick-,Löffel-, Schnatterente ( diese Arten profitieren durch GewĂ€sserbaumaßnahen im Lippetal, Bruten ab April möglich).

Orpheusspötter (sind sie nicht da – oder können wir sie nicht nachweisen?)

Sperlingskauz  (zur Zeit in Menden, reagiert gut auf Klangattrappe wÀhren der hellen DÀmmerungsstunden).

Außerdem wurde die Verbreitung von Rebhuhn und Graureiherkolonien als erfassenswert erachtet.