Monatsarchiv für November, 2005

November 2005

Bergkamen: Weißstorch am 30.11.2005 (H.-J. Pflaume)
Am 30.11.2005 ein den letzten Schneeresten trotzender Weißstorch im NSG Disselkamp im Bereich der BlĂ€nke.

Fröndenberg: Fichtenkreuzschnabel am 30.11.2005
(H. Luther, W. PrĂŒnte)
Am 30.11.2005 zwei nach O ziehende FichtenkreuzschnÀbel bei Fröndenberg.

Schwerte: „Tröter“-Gimpel am 30.11.2005
Im NSG MĂŒhlenstrang am MĂŒhlenstrang zwei „Tröter“-Gimpel am 30.11.2005.

Bergkamen: Bekassine am 30.11.2005
Am 30.11.2005 eine Bekassine im angelegten Feuchtgebiet an der Königslandwehr.

Unna: Wanderfalke am 29.11.2005
(J. Brune)
Am 29.11. westl. Steiner Holz ein Wanderfalke auf Feld sitzend.

Unna/Kamen/Fröndenberg: Kiebitz, MÀusebussard, Rotmilan und Turmfalke am 29.11.2005
(J. Brune)
Keine Kiebitze mehr auf dem MTB 4412 (am 23.11. noch ca. 150) Winterflucht beim MĂ€usebussard: WĂ€hrend im Nordteil des MTB 4412 noch alle MĂ€usebussarde da sind, haben im Raum Bausenhagen auf einer von mir
definierten und seit 4 Jahren durchgĂ€ngig beobachteten FlĂ€che mehr als die HĂ€lfte der MĂ€usebussarde sowie die Rotmilane (mind. 4 noch am 23.11) das Gebiet verlassen. Allerdings zeigen die Beobachtungen von W. PrĂŒnte, dass
mind. 1 Rotmilan noch da ist. Interessanter Weise sind aber alle Turmfalken noch an ihren PlÀtzen.

Bergkamen: Kornweihe am 29.11.2005
(J. Brune)
29.11.2005: 1 Kornweihenmann jagend Feldflur nördl. MĂŒhlenbruch

Bönen: Kornweihe am 29.11.05 (B. GlĂŒer)
Gegen 16.10 h sĂŒdlich von Bönen-Flierich ein jagendes, adultes KornweihenmĂ€nnchen.

Fröndenberg: Rotmilan, Bachstelze, Tafel- und Krickenten sowie Birkenzeisige am 29.11.2005 (W. PrĂŒnte)
Am 29.11.2005 im Bereich der Hohenheide ein adulter Rotmilan Nahrung suchend. Im Bereich des Hammer Wasserwerkes in Neimen/Warmen noch eine Bachstelze, 12 Tafel- und 4 Krickenten. Am alten Golfplatz ca. 50 Birkenzeisige.

Fröndenberg: Wacholderdrossel am 28.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Am 28.11.2005 zwei ĂŒberziehende Wacholderdrosseltrupps von 100 und 80 Exemplaren im Zuge des Schneeeinbruches.

Fröndenberg: Rotmilan und MÀusebussard am 27.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Am 27.11.2005 noch ein nahrungssuchender Rotmilan ĂŒber dem Ruhrtal bei Fröndenberg. Bis auf drei in Richtung S/SW abziehende MĂ€usebussarde keine grĂ¶ĂŸeren Schneefluchtbewegungen.

Schwerte: Kraniche am 22.11.05
(Beob.: H. Schmitt, Quelle: www.agon-schwerte.de)
17:40 Schwerte Mitte 1 Trupp SW?

Fröndenberg: Nordische Birkenzeisige am 24.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Am 24.11.205 zwei Trupps mit 6 und 20 Nordischen Birkenzeisige im OelmĂŒhlental. Dort auch ĂŒber 100 Feldsperlinge an einer FasanenfĂŒtterung, natĂŒrlich mit einem Sperber.

Schwerte: Tröter-Gimpel und Birkenzeisige am 23.11.2005

Am 23.11.2005 im Naturschutzgebiet Wannebachtal 1,0 „Tröter“-Gimpel und im NSG Steinbachtal ein Trupp mit mindestens drei Birkenzeisigen.

Fröndenberg: Trompeter-Gimpel am 22.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Auch am Fröndenberger Golfplatz halten sich Trompeter-Gimpel auf, am 22.11.2005 fing ich dort ein „trötendes“ Weibchen mit der FlĂŒgellĂ€nge von 90 Millimetern und einem Gewicht von 30,4 Gramm. Mit diesen Maßen gehört dieser „Trompeter“ der nordischen Rasse Pyrrhula p. pyrrhula an. Dass die moderne Feldornithologie seit dem letzten Jahr das PhĂ€nomen der trötenden Gimpel im Winterhalbjahr entdeckte, hat möglicherweise den Blick dafĂŒr verstellt, dass schon unsere Ornithologen-Altvorderen dem Trompeter-Problem lĂ€ngst auf der Spur waren. So schreibt der junge Friedrich Goethe, der spĂ€ter als langjĂ€hriger Chef der Vogelwarte Helgoland bekannt wurde, schon im Jahr 1948 – also vor etwa 57 Jahren – in seinem BĂŒchlein ĂŒber die Vogelwelt und das Vogelleben im Teutoburgerwald-Gebiet zum „Nordischen Gimpel“ Folgendes: „Die Unterscheidung zwischen der einheimischen Form und nordischen Wintervögeln ist nicht immer ganz einfach. Nach meinen Beobachtungen ist der tiefe Lockton bei der nordischen Rasse ein besseres Kennzeichen als die KörpergrĂ¶ĂŸe.“ HĂ€tte der gute Friedrich Goethe nur etwas von der Sprachgewalt seines Namensvetters bzw. des großen deutschen DichterfĂŒrsten mitbekommen, er hĂ€tte 1948 sicherlich schon den damals so empfundenen „tiefen Lockton“ als „Tröter“-Ruf bezeichnet. Da bin ich mir ziemlich sicher…

Schwerte-Ergste: Zwergtaucher, Birkenzeisig am 22.11.2005

Am 22.11.2005 auf der Ruhr im Naturschutzgebiet „In der Lake“ an der EisenbahnbrĂŒcke Schwerte-Iserlohn 5 Zwergtaucher, davon mindestens einer trillernd. Dort auch ein nach SW ĂŒberfliegender Birkenzeisig mit zwei Erlenzeisigen als Begleitung. In den im FrĂŒhjahr dort abgestochenen UfersteilwĂ€nden am Ruhrufer mindestens zwei vollstĂ€ndige Uferschwalbenröhren aus diesem Sommer.

Bönen: Wanderfalke am 21.11.05
(B. GlĂŒer)
Gegen 16.00 h ein Wanderfalke mit erbeuteter Taube im SĂŒden von Bönen.

Kamen: Kraniche am 21.11.2005
(Beob.: I. JĂ€dtke, Quelle: www.agon-schwerte.de /D. Ackermann)
12:30 Uhr Kamen-Methler 50 Kraniche.

Schwerte: Kraniche am 21.11.2005
(Beob.: s. u., Quelle: www.agon-schwerte.de /D. Ackermann)
16:10 Schwerte Nord 50 Kraniche SW B. Schlinkert
16:00 Sölderholz, Lichtendorf 220 Kraniche in 2 Trupps (170+50) SW, 200 m hoch P. Johann, Fr. Wolf, H. Wulf
15:20 Villigst ein Trupp, nicht gezĂ€hlt U. Großen
14:13 Ergste, JVA 90 Kraniche kreisend, dann SSW M. LĂŒchtemeier, H. Kudlek, E. Goedecke
14:00 Schwerter Wald 30 Kraniche SW B. Schlinkert

Fröndenberg: Kornweihe am 20.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Ein Kornweihen-MĂ€nnchen zog gegen 12.30 Uhr in Fröndenberg-Hohenheide gen Westen – von der kĂ€lteren Witterung im Osten bzw. Norden vertrieben?

Fröndenberg: Wanderfalke, Trötergimpel und FichtenkreuzschnÀbel am 19.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Am 19.11.2005 bei Frömern ein Wanderfalke, 3 trötende Gimpelweibchen (vom Tröten liess sich ein Gimpellockvogel der hiesigen Rasse nicht beeindrucken) und 5 nach O durchziehende FichtenkreuzschnÀbel.

Bergkamen: Kraniche am 18.11.2005
(Beob.: U. Bennemann, Quelle: www.agon-schwerte.de /D. Ackermann)
15:15 Uhr Bergkamen-Weddinghofen 22 Kraniche SW.

Fröndenberg: Polarbirkenzeisig am 18.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Unter mehr als 30 FĂ€nglingen des Nordischen Birkenzeisigs (C. flammea flammea) befand sich am 18.11.2005 auf der Hohenheide auch ein ndj. Polarbirkenzeisig-Weibchen (Carduelis hornemanni). Aufrund der FlĂŒgel-Maße (FlĂŒgel 76 mm, Schwanz 60 mm, Gewicht 11,4 g) ist das Exemplar wohl zur Rasse exilipes zu stellen. Im FlĂŒgel fand sich eine albinotischen Feder. Im Bereich der Fangstelle am Fröndenberger Golfplatz ein „Tröter“-Gimpel.

Schwerte: Kraniche am 18.11.2005
(Beob.: W. TrÀger, Quelle: www.agon-schwerte.de /D. Ackermann)
16:00 Ergste, Elsebad 18 Kraniche SW W. TrÀger

Schwerte: Kraniche am 17.11.2005 (Beob.: s. u., Quelle: www.agon-schwerte.de /D. Ackermann)
13:45 Schwerte 50 Kraniche SW O. Bozetti
13:36 Sölderholz 110 Kraniche SW P. Johann
12:30 Lichtendorf 30 Kraniche Wolff

Fröndenberg: SpĂ€te MönchsgrasmĂŒcke, Kraniche, Trompeten-Gimpel u. a. am 17.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Völlig ĂŒberraschend fing sich am 17.11.2005 am Akazienweg in Fröndenberg noch eine diesjĂ€hrige mĂ€nnliche MönchsgrasmĂŒcke (mit braun-schwarzer Kopfplatte) und einem beachtlichen Fettdepot-Wert von 3 Punkten. Deutet sich da eine Überwinterung an – oder handelt es sich doch nur um einen völlig verspĂ€teten DurchzĂŒgler, der „den Anschluss verpasst hat“? FĂŒr die erstere Deutung spricht die Tatsache, dass die MönchsgrasmĂŒcke im Westen Europas mit zunehmender Tendenz ĂŒberwintert.
Am 17.11.2005 zogen in Fröndenberg wieder Kraniche: etwa 100 und etwa 80 Ex. gegen 12 Uhr ĂŒber Fröndenberg-Hohenheide, 150 Ex. gegen 12,30 Uhr ĂŒber dem Golfplatz-GelĂ€nde, 75 Ex. um 12,45 Uhr ĂŒber Fröndenberg-Frömen, 95 Ex. gegen 13,55 Uhr ĂŒber Fröndenberg-Mitte – alle Richtung SW.
Zwei rufende Trompeten-Gimpel am 17.11.2005 auf einer RuderalflÀche in Fröndenberg-Hohenheide an. Ansonsten bemerkenswerter Wacholderdrossel-Zug (in vier Stunden mehr als 400 durchziehende Ex. gezÀhlt). Auch 25 Rotdrosseln waren noch unterwegs.
Zum Invasions-Geschehen Birkenzeisig: Am 17.11.2005 schon ein Trupp von 25 Ex. durchziehend! Von 19 gefangenen Birkenzeisigen, die ich untersuchen und beringen konnte, gehörten 16 Ex. der nordischen Rasse flammea an, 3 Ex. der „sĂŒdlichen“, auch bei uns brĂŒtenden cabaret-Form.

LĂŒnen/Werne: Kraniche am 16.11.05 (F. Angerstein)
Am 16.11.2005 um 16.00 Uhr 1 Kranichzug mit ca. 90 Ex. und um 16.10 Uhr ein 2. Zug mit 100-110 Ex ĂŒber LĂŒnen-Langern, Zugrichtung SW.

Fröndenberg-Hohenheide: Kraniche am 16.11.05 (B. GlĂŒer)
Gegen 16.40 h noch ca. 80 Kraniche nach SĂŒdwest ziehend.

Fröndenberg: Birkenzeisige, Gimpel, Rot- und Wacholderdrosseln am 16.11.2005 (W. PrĂŒnte)
Am 16.11.2005 im Bereich der Wilhelmshöhe ca. 50 durchziehende Birkenzeisige (unter 11 beringten 10 Exemplare der nordischen flammea-Subspezies), noch ziehende Rot- und Wacholderdrosseln und 2 Gimpel mit „heimischen“ Maßen zwischen 82 und 86 mm FlĂŒgellĂ€nge.

LĂŒnen: WasservogelzĂ€hlung am 13.11.2005 (H.-J. Pflaume, M. Scholz)
WasservogelzĂ€hlung auf der Lippe zwischen SesekemĂŒndung und Wehr Buddenburg am 13.11.2005:
Zwergtaucher 65, Haubentaucher 6, Kormoran 3, Graureiher 4, Stockente 203, Tafelente 0, Reiherente 27, Teichralle 50, BlÀssralle 140, Lachmöwe 153, Kanadagans 27, Graugans 1, Nilgans 2, Eisvogel 2.
Bei der ZĂ€hlung gelang uns die Beobachtung einer „Wasseramsel“ der besonderen Art: Mit einem seltsamen gutturalen Schrei stĂŒrzte sich eine Amsel durch die BĂŒsche des gegenĂŒberliegenden Ufers herunter zum Wasser und landete mitten in der Lippe. Erst als der Verursacher dieser Panik, ein Sperber dann am Ufer abdrehte und ihr nicht weiter folgte, erhob sie sich vom Wasser und flog davon.

Schwerte: WasservogelzÀhlung vom 13.11.2005 (Beob.: s. u., Quelle: www.agon-schwerte.de / D. Ackermann)
13.11.05 Ruhrtal – WasservogelzĂ€hlung, Westhofen bis Schoof (einschl. Geiseckesee) R. Badalewski, J. Althoff, H. Bloch, I. Devrient, G. Kochs, H. KĂŒnemund, L. Mignolet, C. Olszak, G. Peters, W. Pitzer, G. Sauer, R. Wohlgemuth.
Haubentaucher 11, Zwergtaucher 121, Kormoran 25, Graureiher 30, Höckerschwan 9, BlĂ€ssgans 5, Graugans 125, Kanadagans 18, Nilgans 16, Stockente 408, Krickente 2, Schnatterente 13, Löffelente 1w, Tafelente 42, Reiherente 139, Schellente 1m+3w, Mandarinente 1m, Brautente 1m+1w, MĂ€usebussard 13, Sperber 2, Habicht 1, Turmfalke 4, Teichhuhn 26, BlĂ€sshuhn 160, Kiebitz 16, WaldwasserlĂ€ufer 1, Lachmöwe 27, Ringeltaube 75, TĂŒrkentaube 30, Eisvogel 3, GrĂŒnspecht 2, Buntspecht 4, Bachstelze 2, Gebirgsstelze 4, Wiesenpieper 1, Wasseramsel 1, Zaunkönig 16, Heckenbraunelle 2, WintergoldhĂ€hnchen 1, Rotkehlchen 16, Wacholderdrossel 51, Rotdrossel 6, Amsel 54, Schwanzmeise 29, Haubenmeise 1, Blaumeise 39, Kohlmeise 28, Kleiber 2, GartenbaumlĂ€ufer 2, Buchfink 20, GrĂŒnling 25, Stieglitz 41, Birkenzeisig 2, Dompfaff 5, Haussperling 8, Feldsperling 10, Star 101, EichelhĂ€her 8, Elster 22, Dohle 11, RabenkrĂ€he 113
davon nur Geiseckesee (W. Pitzer):1 Haubentaucher, 17 Zwergtaucher:, 9 Kormorane, 3 Graureiher, 2 HöckerschwĂ€ne, 5 BlĂ€ĂŸgĂ€nse, 5 NilgĂ€nse 173 Stockenten, 13 Schnatterenten, 1 Löffelente w, 86 Reiherenten, 42 Tafelenten, 55 BlĂ€ĂŸrallen, 1 Eisvogel , 1m+1w Brautente , 1 Habicht, 1 Gebirgsstelze, EichelhĂ€her, RabenkrĂ€hen, Zaunkönig, Rotkehlchen, Amsel, Blau- u. Kohlmeise, Buchfink, WntergoldhĂ€hnchen, Kleiber, 1 Wiesenpieper, Schwanzmeisen, Weidenmeise, Haubenmeise, 7 Stieglitze, GartenbaumlĂ€ufer, Buntspecht.

Bergkamen: Weißstorch am 14.11.2005 (R. Ohde)
Am 14.11.2005 „der“ Lippeauen-Weißstorch an der BlĂ€nke Disselkamp in Bergkamen-Heil.

Schwerte: Kraniche am 14.11.2005
(Beob.: E. Goedecke, Quelle: www.agon-schwerte.de / D. Ackermann)
Am 14.11.2005 um 15:39 Uhr ĂŒber Ergste (sĂŒdlich) ein großer Kranichzug im Nebel gehört.

Fröndenberg: Kraniche und Birkenzeisige am 14.11. 2005 (W. PrĂŒnte)
Gegen 11.30 Uhr flogen – trotz des flĂ€chendeckenden Nebels – 14 Kraniche ĂŒber Fröndenberg-Hohenheide in Richtung SW. Am Morgen dieses Tages viermal durchziehende nordische Birkenzeisige: 5, 2, 2, 4 Ex.am Fröndenberger Golfplatz, 3 Ex. davon fĂŒr Untersuchungszwecke gefangen und beringt. In Fröndenberg-Hohenheide auf einer RuderalflĂ€che etwa 30 Distelfinken.

Hamm/Werne: Löffel- und Brautente am 13.11.2005
(J. Hundorf)
Am 13.11.2005 20 Löffelenten und 2,0 Brautenten am „Brauck“.

Fröndenberg: Schwarzspecht und Tröter-Gimpel, erneut nord. Birkenzeisig am 13.11.06 (W. PrĂŒnte)
Ein Schwarzspecht rief im Buschholz am Fröndenberger Golfplatz, dort fing sich auch ein weiterer nordischer Birkenzeisig (Rasse: flammea), und zwar ein nicht dj. MĂ€nnchen. In Fröndenberg-Hohenheide neben „normal“ rufenden Dompfaffen auch ein Tröter-Gimpel.

Unna/Fröndenberg: Nordische Birkenzeisige am 12.11.2005 (W. PrĂŒnte)
Nordische Birkenzeisige zogen am 12.11.2005 ĂŒber die A445 im Bereich der Wilhelmshöhe, ein dj. w wurde beringt (s. Photo).

Werne/Bergkamen: Grau- und Saatgans am 11.11.2005
(W. Pott)
Am 11.11.2005 nördlich der ehemaligen Deponie Bergkamen-RĂŒnthe auf Werner Stadtgebiet 404 GraugĂ€nse und eine Saatgans in der Lippeaue.

Fröndenberg: Goldregenpfeifer und Rotmilan am 11.11. 2005
(W. PrĂŒnte)
3 Goldregenpfeifer zogen heute durch die Feldflur von Fröndenberg-Bausenhagen. Dort auch ein ad. Rotmilan.

Fröndenberg: Weitere nordische Birkenzeisige und ein spÀter Rotmilan am 10.11.2005
(W. PrĂŒnte)
Am 10.11.2005 zogen im Zeitraum zwischen 8 und 12 Uhr auf der Haar bei Fröndenberg 2 und 12 nordische Birkenzeisige in Richtung SSW. Ein ad. Rotmilan hielt sich im GelÀnde auf. Der Kiebitz-Durchzug war mit insgesamt 140 Ex. noch beachtlich.

Fröndenberg: Nordische Birkenzeisige haben am 9.11.2005 den Kreis Unna erreicht, bei Zugbeobachtungen auf dem Haarstrang noch 17 ziehende Arten, darunter Goldregenpfeifer, Rotmilan und Kornweihe
(W. PrĂŒnte)
Die besonders hart und damit markant rufenden Birkenzeisige der skandinavischen Form flammea zogen heute im Norden der Stadt Unna (auf der Haar-Abdachung) durch: 9 und 3 Ex. wurden bei Zugplanbeobachtungen in der Zeit von 8 bis 10 Uhr registriert, die Vögel beider Trupps wiesen die eindeutigen Merkmale der nordischen Rasse (wenig Braun im Vorderbrust-Bereich) auf. Ein einzelner Goldregenpfeifer zog rufend in Richtung SW, wenig spĂ€ter auch eine weibchenfarbene Kornweihe. Ansonsten noch sehr deutlicher GrĂŒnfinken-, Buch/Bergfinken-, Feldlerchen-, Wacholderdrossel-, Rotdrossel- und Ringeltauben-Zug…

Iserlohn/Schwerte: Waldohreule am 08.11.2005
(Beob.: H. Ferber, Quelle: www.agon-schwerte.de / D. Ackermann)
H. Ferber: Im Ortskern von Hennen in einer Birke im Vorgarten eines Mehrfamilienhauses regelmĂ€ĂŸig 3 – 5 Waldohreulen.

Hamm/Werne: Fischadler am 7.11.2005
(Beob.: W. Pott, Quelle: J. Hundorf))
Am 7.11.2005 am Radbodsee noch ein Fischadler.

Werne/Hamm: Schnatterenten am 7.11.2005
(J. Hundorf)
Am 7.11.2005 in der Lippeaue am Hufeisen in Werne-Stockum 11 Schnatterenten.

Fröndenberg: Nordische Gimpel am 7. 11. 2005 (Werner PrĂŒnte)
Überall in Deutschland tröten wieder – nachzulesen beispielsweise im Birdnet – die „Trompeter“oder „Tröter“-Gimpel (Pyrrhula p. spec.). Es soll sich dabei um Angehörige der besonders großen Rasse pyrrhula (Nominatform) handeln, die vor allem auch in Skandinavien beheimatet ist. Nachweise dafĂŒr, dass die „Tröter“ ĂŒberhaupt und allesamt der Nominatform angehören, sucht man allerdings bisher in den DiskussionsbeitrĂ€gen, die dieses Thema ausgelöst hat, vergeblich. Wo sind eindeutige „Tröter“ gefangen und vermessen worden und aufgrund ihrer herausragenden FlĂŒgellĂ€nge bzw. ihres sehr hohen Körpergewichts zweifelsfrei als Vertreter der nordischen Rasse zugeordnet worden? Zwei Fröndenberger FĂ€nglinge können bei der Beantwortung dieser Frage ein wenig helfen: Ein Gimpel-MĂ€nnchen vom 7.11.2005, am Fröndenberger Akazienweg mit Hilfe einer Klangattrappe (die nur den normalen Gimpelruf vorspielte, nicht aber den Tröter-StimmfĂŒhlungslaut) gefangen, hatte eine FlĂŒgellĂ€nge von 96 mm, und hatte ein Gewicht von 36,1 Gramm. Das untersuchte Weibchen hatte eine FlĂŒgellĂ€nge von 91 mm und wog 28,3 Gramm. Im „Identification Guide to European Passerines“ (1992) gibt Svensson fĂŒr skandinavische Brutvögel eine FlĂŒgellĂ€nge von 88 bis 97 mm fĂŒr MĂ€nnchen, und eine FlĂŒgellĂ€nge von 87 – 95 fĂŒr Weibchen an. Auf den ersten Blick bestand also kein Zweifel, dass die beiden Fröndenberger FĂ€nglinge vom 7. November 2005 der Rasse Pyrrhula pyrrhula pyrrhula angehören – wenn da nicht in dem genannten Buch noch eine Zusatzinformation gestanden hĂ€tte: Svensson geht nĂ€mlich davon aus – und das Handbuch der Vögel Mitteleuropas stĂŒtzt ihn in dieser Auffassung – dass die besonders große nordische Rasse pyrrhula auch in den meisten Gebieten Deutschlands als Brutvogel vorkommt. Sollten sich am Fröndenberger Akazienweg also doch nur zwei besonders große deutsche Brutvögel eingefunden haben? Ich habe daraufhin die Meßwerte von 47 Brutzeit-FĂ€nglingen des Gimpels aus dem Ruhrtal (25 MĂ€nnchen und 22 Weibchen) aus den letzten Jahrzehnten noch einmal ausgewertet und sie zum Vergleich herangezogen – mit folgendem Ergebnis: Die 25 MĂ€nnchen schwankten in ihrer FlĂŒgellĂ€nge zwischen 82 und 89 mm, die 22 Weibchen zwischen 79 und 86 mm. Die beiden FĂ€nglinge vom 7. November passen also keineswegs in unsere Heimat-Population hinein, wo immer diese auch hinsichtlich ihrer Rassenzugehörigkeit einzuordnen ist. Dieses Beispiel zeigt allerdings, dass die Brutpopulation zumindest Mittelwestfalens keineswegs der Rasse pyrrhula angehört – und es spricht vieles dafĂŒr, dass das auch fĂŒr andere nord- und ostdeutsche Gebiete gilt… Die im Handbuch mitgeteilten FlĂŒgellĂ€ngen, die auch belegen sollen, dass Teile Deutschlands von pyrrhula besiedelt sind, haben ein entscheidendes Manko: Es sind Serien, die Wintervögel und Sommervögel zusammenfassen. Es ist leider nicht auszuschließen, dass große skandinavische und östliche Vögel in diesen Maßserien „ihr Unwesen treiben“ und fĂŒr die hiesigen Brutpopulationen falsche GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnisse vortĂ€uschen…
Was folgt daraus: Wir sind in Deutschland gut beraten, regionale Maß-Serien vom Gimpel zu erarbeiten, damit das leidige Rassenproblem endlich gelöst werden kann…
Und noch eine Bemerkung zum Thema „Tröten“: Das MĂ€nnchen vom 7. November ließ nach dem Freilassen den Trompeten-Ruf hören. Und damit habe ich das Thema Gimpel erst einmal ausgetrötet…

Schwerte: Wanderfalke am 06.11.2005 (Beob.: M. Jöbges, S. Kolbe, Quelle: www.agon-schwerte.de / D. Ackermann)
Am 6.11.2005 gegen 14:00 Uhr ein ĂŒberfliegender Wanderfalke Richtung WSW ĂŒber Westhofen.

Fröndenberg: Bergpieper, WaldwasserlĂ€ufer, viele Pfeifenten u. a. am 6. 11. 2005 (Helga Luther, Werner PrĂŒnte)
Am Gelsenkirchener Wasserwerk in Fröndenberg heute 12 rastende Bergpieper, 1 WaldwasserlĂ€ufer, 60 KanadagĂ€nse, 1 Weißwangengans, 40 Pfeifenten (davon 12 MĂ€nnchen), 4 Schnatterenten (1 MĂ€nnchen), 6 Krickenten, 2 Tafelenten, 25 Bachstelzen und 1 Gebirgsstelze.

Fröndenberg: Wasseramsel am 3. 11. 2005
(Arno Bock)
Ein Mini-Schlafplatz befindet sich am Fröndenberger Ruhrwehr in Höhe des Kraftwerkes Schwitten-Niederstade: Dort flogen heute abend drei Wasseramseln zum NĂ€chtigen in ein großes Rohr, in dem ein Bachlauf zur Ruhr gefĂŒhrt wird.

Kreis Unna: Wanderfalke
(H. KnĂŒwer)
Die vermehrten Wanderfalkenbeobachtungen aus dem Bereich der Hellwegbörde geben Anlass, auf Folgendes hinzuweisen. Der noch immer im Wachstum begriffene Brutpaarbestand in NRW lĂ€ĂŸt hĂ€ufigere Beobachtungen der Art wahrscheinlicher werden. Diese sind sicherlich nicht allein auf eine intensivere BeobachtungstĂ€tigkeit oder auf eine wohlmöglich zunehmende Zahl nordischer Überwinterer zurĂŒckzufĂŒhren, denn irgendwo mĂŒssen die heimischen Vögel ja bleiben. Wanderfalken sind in der Brutplatzwahl relativ anpassungsfĂ€hig (auf das Thema Baum- und FelsbrĂŒter soll hier nicht eingegangen werden). So werden neben Felsen und Bauwerken auch andere markante BrutplĂ€tze angenommen. Selbst auf in Betrieb befindlichen monströsen Braunkohlebaggern hat die Art schon mehrfach erfolgreich gebrĂŒtet. Daneben gibt es eine Reihe von Brutnachweisen auf Gittermasten von Hochspannungsleitungen. Die Art brĂŒtet hier, wie auch der Baumfalke, insbesondere in alten RabenkrĂ€hennestern. Der aktuellste Nachweis aus diesem Jahr fĂŒr eine Gittermastbrut gelang gar nicht weit vom Kreis Unna entfernt. Aus diesem Grunde sollte vor allem im kommenden Februar/MĂ€rz (Balzzeit) bzw. im Mai/Juni (Ausfliegen der Jungvögel) verstĂ€rkt auf Wanderfalken im Bereich von Hochspannungsleitungen geachtet werden. Denn wĂ€hrend der eigentlichen Brutzeit ist von den Vögeln meist nicht viel zu sehen. Gerade die Hellwegbörde könnte sich wegen der im FrĂŒhjahr und Herbst zahlreich durchziehenden potenziellen Beutevögel als ein attraktives Brutgebiet erweisen. Und Hochspannungsleitungsmasten mit KrĂ€hennestern gibt es hier und andernorts im Kreisgebiet auch. Warum sollten also Wanderfalken nicht auch im Kreis Unna auf Masten brĂŒten? Oder haben Sie es vielleicht schon unbemerkt getan?

Fröndenberg: Wanderfalke, Kolbenente und Birkenzeisig am 3.11.2005 (A. Bock, W. PrĂŒnte)
Am 3.11.2005 ein Wanderfalke ĂŒber dem Neuenkamp im Fröndenberger Osten – die Ortschaft SchlĂŒckingen (Kreis Soest) anfliegend. Eine weibliche Kolbenente hĂ€lt sich bereits seit Wochen auf der Ruhr am Wehr zwischen Fröndenberg und Wickede auf. Möglicherweise ist das Ex. durch Einwirkung einer Wasservogeljagd flugbehindert.
StĂŒndlich kann mit dem Auftreten der Nominatform (flammea) des Birkenzeisigs gerechnet werden. 8 Ex. am 3. November ĂŒber Fröndenberg gehörten allerdings noch der hiesigen Brutform cabarett an. Der „nordische“ Birkenzeisig passiert bereits seit Tagen in sehr deutlichen Zahlen die SĂŒdspitze Schwedens bei Falsterbo, wo beispielsweise am 2. November 930 durchziehende Ex. gezĂ€hlt wurden. Bis zum 2. 11. dieses Jahres wurden dort insgesamt bereits 3525 wandernde Ex. der Nominatform registriert, also wesentlich mehr, als dort in den letzten 30 Jahren im Durchschnitt wĂ€hrend einer vollstĂ€ndigen Herbstzugphase ermittelt wurden – nĂ€mlich 1277 Ex. Auch aus Schleswig-Holstein liegen die ersten Hinweise auf ziehende Birkenzeisige vor. Ob sich das alles zu einem bemerkenswerten Invasionseinflug bis in unseren Raum hinein „auswĂ€chst“, bleibt abzuwarten. Wir alle sind als Beobachter gefordert – und sehr gespannt.

Schwerte: Uhu am 02.11.2005 (Beob.: H. u. Fr. Kellner, Quelle: www.agon-schwerte.de / D. Ackermann)
Uhu am alten Bahnhof in Westhofen
H. u. Fr. Kellner: „Durch wiederholte hu-hu-Rufe aufmerksam geworden, schalteten wir zunĂ€chst den Fernseher ab. Aber die Rufe kamen immer noch und zwar von draußen. Als wir draußen nachsahen, flog eine sehr große Eule aus einer Linde ab“. Keinesfalls sei es ein Waldkauz gewesen.

Fröndenberg: Wanderfalke und Vogelzug am 1.11.2005 (W. PrĂŒnte)
Um 11,40 Uhr kreiste ein Wanderfalke ĂŒber dem Stadtkern von Fröndenberg. Eine zweistĂŒndige Analyse des Vogelzuges am Haarstrang der Ruhrstadt brachte nur unbedeutende Zahlen wandernder Vögel: u. a. etwa 400 SaatkrĂ€hen, 41 Rotdrosseln, 20 Wacholderdrosseln, 7 BluthĂ€nflinge, 2 Goldammern, 1 Kernbeißer, 1 Sperber.

Mittwoch, 30. November 2005


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