Unna / Fröndenberg: Birkenzeisig-Massenaufkommen, Fichtenkreuzschnäbel, Buchfink-Erstgesang, Bergfinken, Sturmmöwen, Schwarzspecht, Waldkauz u.a., 14./15.01.2019 (B.Glüer)

15.Januar 2019

Weiterhin im Hemmerder Schelk ein Massenaufkommen von Hunderten Birkenzeisigen – wenngleich es heute mit ~300 Vögeln bereits ein etwas „kleinerer“ Schwarm war. Allerdings könnte der Trupp sich auch geteilt haben. Ohnehin erweisen sich die Birkenzeisige sowohl beim Beobachten, bei Zählversuchen und erst recht bei Versuchen, die Massenaufkommen im Foto festzuhalten als der sprichwörtliche „Sack Flöhe“, der sich nicht wirklich erfassen lässt. Trotzdem sind diese ungewöhnlichen Mengen die größten Ansammlungen dieser Art, die ich je gesehen habe. Noch im vergangenen Jahr, als wir bereits einen überdurchschnittlichen Einflug aus Nordeuropa hatten, sah man höchstens Truppstärken nahe 100 Vögeln. Dass es nun im H. Schelk zu diesen ungewöhnlichen Massen-Ansammlungen kommen konnte, hängt wohl damit zusammen, dass mehrere seltene Konstellationen gleichzeitig aufeinandertreffen. Zum einen haben wir auch in diesem Winter einen überdurchschnittlichen Einflug (Gesamtzahl der an der Zählstation Falsterbo / Südschweden im Herbst erfassten Birkenzeisige: 10 297 Ex – gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert von 3 650 Ex pro Saison). Zum Vergleich: im Vorjahr (2017) lag die Gesamtzahl in Falsterbo bei 44 343 Ex, im Jahr 2016 immerhin auch schon bei 12 495 Ex, aber im Jahr 2015 noch bei 4 077 Ex. Nun war es im vergangenen Winter (2017) so, dass die Birken bei uns fast keine Samen trugen. Man sah die Birkenzeisige oft an Erlensamen oder in Ruderalflächen. In diesem Winter (2018/19) tragen die Birken extrem viele Samen – während Erlen kaum Samen angesetzt haben. Somit bietet der Hemmerder Schelk mit einem überdurchschnittlich hohen Birkenanteil derzeit offenbar ein geradezu unerschöpfliches Nahrungsangebot.
Außerdem im H. Schelk heute 2 Fichtenkreuzschnäbel, einzelne Bergfinken, ein erster Buchfink mit Gesang(!), – und gestern Flugrufe eines Schwarzspechtes.

Nördlich UN-Westhemmerde auf dem „Rothen Feld“ gestern 13 rastende Kiebitze. Südlich UN-Westhemmerde, nahe der B1, 43 Sturmmöwen und 6 Lachmöwen.

Nördlich Frdbg.-Hohenheide konnte am Abend die erfolgreiche Besetzung eines frischen Waldkauzkastens (am 21.11.18 aufgehängt) bestätigt werden: nach 12minütiger Beobachtung aus sicherer Entfernung verließ um 17.18 Uhr (kalendarischer Sonnenuntergang: 16.43 Uhr) der „Vogel des Jahres 2017“ (hier ein Männchen) den Kasten und ließ unmittelbar anschließend in geringer Entfernung mehrere Revierrufe hören.

Teil eines riesigen Birkenzeisigschwarms über dem Hemmerder Schelk ..., 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

Teil eines riesigen Birkenzeisigschwarms über dem Hemmerder Schelk ..., 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

... Zwischenlandung auf mehreren Baumkronen ..., 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

... Zwischenlandung auf mehreren Baumkronen ..., 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

... danach folgt die `Schlacht am Buffet´, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

... danach folgt die `Schlacht am Buffet´, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

Tiefenentspannte Kiebitze bei UN-Westhemmerde, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

Tiefenentspannte Kiebitze bei UN-Westhemmerde, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

Adulte Sturmmöwe mit den auffallend - für die Art typisch - grünen Beinen, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

Adulte Sturmmöwe mit den auffallend - für die Art typisch - grünen Beinen, 14.01.2019 Foto: Bernhard Glüer

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