Tagesarchiv für den 29. Oktober 2015

EU/BRD/NRW/UN: Ausgestaltung Ökologischer Vorrangflächen für Agrarvögel unzureichend, 29.10.2015 (Fachgruppe Vögel der Agrarlandschaft der DO-G, Ralf Joest)

Wissenschaftler fordern Überarbeitung der Greeningmaßnahmen – Negativtrend typischer Agrarvögel kann durch die aktuellen Vorgaben zur Ausgestaltung Ökologischer Vorrangflächen (ÖVF) nicht gestoppt werden.
Die Vögel der Agrarlandschaft gehören deutschland- und europaweit zu den am stärksten im Bestand zurückgehenden Arten. Ursache hierfür ist die zunehmende Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung in der Agrarlandschaft. Nach dem Indikatorenbericht „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ (BMUB 2014) liegt der auf der Bestandsentwicklung typischer Agrarvögel beruhende Teilindikator Agrarland nur noch bei 56 % des Zielwert es und weist damit seinen bislang niedrigsten Wert auf.
Hohe Erwartungen wurden im Jahr 2014 in das „Greening“ der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union gesetzt, insbesondere in den Beschluss zur Schaffung Ökologischer Vorrangflächen (ÖVF). Nun erweisen sich die Maßnahmen jedoch als wenig zielführend. Bewirtschafter von Ackerflächen müssen zwar den Nachweis über 5 % ÖVF erbringen, um die volle Höhe der Direktzahlungen der Agrarförderung in Anspruch zu nehmen, allerdings verhindern zahlreiche Ausnahmen, die Anrechenbarkeit von ÖVF-Typen ohne nennenswerte positive Wirkungen sowie überhöhte Gewichtungsfaktoren eine Trendwende zur Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft.
In einer Stellungnahme kritisiert die Fachgruppe Agrarvögel der Deutschen Ornithologen Gesellschaft den zu geringen Flächenanteil von 5 % ökologischer Vorrangflächen. Dieser liegt deutlich unter dem fachlich begründeten und geforderten Anteil von mindestens 10 % Flächenanteil pro Betrieb. Hauptkritikpunkt ist jedoch die Anrechenbarkeit wenig wirksamer ÖVF. So werden beispielsweise Zwischenfrüchte, die vielerorts seit Jahren gute fachliche Praxis sind, mit dem Faktor 0,3 als ÖVF angerechnet. Durch ihren großflächigen Anbau, z.B. vor Mais, sind damit die ÖVF-Anforderungen problemlos zu erfüllen, ohne dass sich an der Landnutzung etwas ändert und biodiversitätswirksame Flächen geschaffen werden. Ein weiteres Problem stellt der Gewichtungsfaktor dar. Durch Gewichtungsfaktoren über eins, beispielsweise für Saumstreifen ab einem Meter Breite, wird der ohne hin zu geringe Anteil von 5 % ÖVF im realen Flächenumfang nochmals reduziert.
Während sich die Stellungnahme auf die „Nachjustierung“ der bestehenden Regelungen bezieht, weist die Fachgruppe nachdrücklich darauf hin, dass es eines Netzes von mindestens 10 % ökologisch hochwirksamer, die Biodiversität fördernder Maßnahmen in der Ackerflur bedarf, um nachhaltig die Populationen der Ackerarten (Feldvögel, Feldhasen, andere Tiere, Ackerwildkräuter) zu schützen und zu fördern. Ein solches Netz ökologisch wirksamer Flächen kann nur in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und einer fachkundigen Beratung geschaffen werden.

Das ausführliche DO-G-Positionspapier ist online verfügbar.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Fröndenberg: Kornweihe, Habicht, Wasserrallen, Bekassinen, Schnatterenten und Bergpieper am 29.10.2015 (Gregor Zosel)

Heute ( vormittags und nachmittags) konnte ich für das NSG kiebitzwiese vom Hindenburg Hain bis zur Rammbachmündung u. a folgendes beobachten: 28 Blässrallen, 1 Teichrallen, mind. 13 Zwergtaucher, 7 Schnatterenten überfliegend, ca. 70 Stockenten, 20 Reiherenten, 25 Graugänse ( meist überfliegend), 6 Kanadagänse, 9 Nilgänse ( meist überfliegend), 8 Höckerschwäne, 2 Silberreiher, 5 Graureiher, ca. 150 überfliegende Lachmöwen, 2 quickende Wasserrallen am Flößergraben, 2 Bekassinen am Aussichtshügel, 4 Eisvögel( 2 unterhalb des Wehres, 1 am Ausssichtshügel, 1 an Rammbachmündung), 6 Weidenmeisen ( 2 an Rammbachmündung, 2 am Ruhrdamm, 1 am Aussichtshügel sowie 1 am Wehr ( alle mit Ruf)), 1 Bergpieper, ca. 20 Wiesenpieper, ca. 10 Bachstezen, ca. 30 Schwanzmeisen in 2 Trupps ( 10 + 20 Ex), ca. 10 Rohrammern, ca. 10 Distelfinken, ca. 100 Wacholderdrosseln, ca. 1000 Stare in mehren Trupps meist ziehend, 1 Grünspecht, mind. 3 Buntspechte, 37 ziehende Saatkrähen, 1 Sperber, 1 Habicht sowie 1 weibliche Kornweihe. Letztere kam aus Richtung Warmen und zog tief in südliche Richtung. Von Rabenkrähen angegriffen, flog sie zügig in Richtung Mendener Ententeich.
Anschließend konnte ich noch im Hammer Wasserwerk folgendes notieren: 7 Rostgänse, 4 Kanadagänse, 3 Nilgänse, ca. 120 Stockenten, 7 Zwergtaucher ( auf der Ruhr), 1 Teichralle ( auf der Ruhr), ca. 60 Lachmöwen, 1 Silberreiher, 6 Graureiher, 1 Eisvogel sowie 1 Bergpieper ( am Filterbecken). Die Kiebitze haben wohl nun entgülgig das Gebiet verlassen und sind weitergezogen.

Kornweihe in der Morgendämmerung über der Kiebitzwiese.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Kornweihe in der Morgendämmerung über der Kiebitzwiese.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Turmfalke rütteld über den gemähten Wiesen am Hammer Wasserwerk.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Turmfalke rütteld über den gemähten Wiesen am Hammer Wasserwerk.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Kormoran am Ruhrufer.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Kormoran am Ruhrufer.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Herbststimmung mit einem Stockentenpaar an der Ruhr.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Herbststimmung mit einem Stockentenpaar an der Ruhr.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Kanadagänse beobachten die beiden Nutrias auf der Kiebitzwiese.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Kanadagänse beobachten die beiden Nutrias auf der Kiebitzwiese.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Silberreiher beleuchtet von der untergehenden Sonne.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Silberreiher beleuchtet von der untergehenden Sonne.....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Vorbeifliegender Silberreiher....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Vorbeifliegender Silberreiher....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Grob geschätzt dürften bei meinem heutigen Morgenspaziergang wohl etwa 20 Rotkehlchen gesungen haben....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Grob geschätzt dürften bei meinem heutigen Morgenspaziergang wohl etwa 20 Rotkehlchen gesungen haben....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Auch bei den singenden Zaunkönig dürfte die Zahl ähnlich hoch liegen....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Auch bei den singenden Zaunkönig dürfte die Zahl ähnlich hoch liegen....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Erfreulich war dar die Zahl der Weidenmeisen, die ich an 4 Stellen antraf. Meist wurde ich durch deren typischen Ruf erst aufmerksam....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Erfreulich war dar die Zahl der Weidenmeisen, die ich an 4 Stellen antraf. Meist wurde ich durch deren typischen Ruf erst aufmerksam....am 29.10.15 Foto: Gregor Zosel

Donnerstag, 29. Oktober 2015


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