Tagesarchiv für den 29. November 2011

Bergkamen: Kraniche am 29.11.2011 (Beob.: Manfred Bußmann, Meld.: Uwe Norra)

Gegen 14:45 Uhr kreisten 20 Kraniche über Bergkamen, um dann in südliche Richtung weiterzuziehen.

Dienstag, 29. November 2011

Kreis Unna und umzu: Windenergieanlagen und Kollisionsopfer (Quelle: NWOrni-Verteiler – Heiko Seyer, Ornitho.de / Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) Brandenburg)

Die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg bittet um Meldung von Kollisionsopfern an Windenergieanlagen:

„Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Vögel und Fledermäuse

Die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg trägt seit dem Jahr 2002 verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) in Europa und Deutschland zusammen. Ältere Daten reichen bis zum Jahr 1989 zurück. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Aggregation zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und –dokumentation durchzusetzen.

In standardisierter Form werden möglichst umfassend Angaben zu den gefundenen Vögeln und Fledermäusen, zu den betreffenden WEA und zu den Fundumständen dokumentiert. Die Intensität der Kontrollen und die Bereitschaft zur Meldung von Anflugopfern sind sehr unterschiedlich. Bisher gibt es nur wenige flächenhafte und systematische Erfassungen von Anflugopfern, die den Charakter eines Monitorings haben. Aus einigen Gebieten liegen kaum Daten vor. So sind z. B. noch keine Aussagen zur Auswirkung von WEA auf ziehende Arten entlang der Ostseeküste möglich. Auch die Vollständigkeit der übermittelten Fundmeldungen ist sehr verschieden, so dass bei Auswertungen nicht durchgehend alle Parameter für jeden einzelnen Fund verfügbar sind.“

Zum Meldebogen

Im Kreis Unna
Da der OAG Kreis Unna keine vollständige Übersicht über die Standorte von Windenergieanlagen im Kreisgebiet vorliegt – die eine Grundlage für die Dokumentation von Kollisionsopfern sein könnte – wird hier dazu aufgerufen, sämtliche bekannte WEA im Kreis Unna mit einer Positionsbeschreibung an die OAG zu melden, bitte beteiligen Sie sich! Über den Geoservice des Kreises Unna können Sie einfach und schnell die Koordinaten der Ihnen bekannten Anlagen ermitteln.

Dienstag, 29. November 2011

Fröndenberg: Herbstfalter und die Vogelwelt…, 19.-29.11.2011 (B.Glüer)

Während es draußen immer ungemütlicher wird und in der Vogelwelt immer weniger los ist, tummeln sich während der Abend- und Nachtstunden noch etliche Falter, deren Vorkommen sogar für den Bruterfolg mancher Vogelart im kommenden Jahr entscheidend sein kann. So machen zur Zeit gerade die Frostspanner ihrem Namen alle Ehre und scheinen von dem fortschreitenden Winterwetter beinahe erst „wach gerüttelt“ zu werden. Interessant ist, dass die vielen Falter, die auch im Scheinwerferlicht von nachts fahrenden Autos häufig auftauchen, ausschließlich Männchen sind. Die Weibchen sind nämlich mit verkümmerten Flügelstummeln zu Fuß unterwegs. Sie werden meist direkt nach dem Schlupf aus ihrer Puppe begattet und klettern dann den nächsten Baumstamm empor, um dort ihre Eier abzulegen. Zur Zeit der Laubentfaltung schlüpft im kommenden Frühling daraus die einzige Raupengeneration des Jahres – und zwar meist massenhaft. Viele unserer heimischen Kleinvögel nutzen exakt dieses eng begrenzte Zeitfenster des massenhaften Raupenangebots für die Aufzucht der eigenen Brut. Inzwischen weiß man, dass der Rückgang mancher Zugvögel wie Waldlaubsänger oder Trauerschnäpper damit zusammenhängt, dass diese „Langstreckenzieher“ das optimale Zeitfenster für die Aufzucht des eigenen Nachwuchses vor allem dann verpassen, wenn die Frühlingserwärmung den Raupenschlupf deutlich früher auslöst als normal üblich.

Vor einigen Tagen (24.11.) zeigte sich an der hauseigenen Hofbeleuchtung neben diversen Herbstspannern auch eine als sehr kälteresistent beschriebene Falterart – eine Kleine Pappelglucke (Poecilocampa populi), die wegen ihrer späten Flugzeit zum Jahresende passenderweise gar nicht mehr über Mundwerkzeuge verfügt, denn es blühen ja auch keine Nektarspender mehr…

Männlicher Frostspanner, 29.11.2011. Foto: Bernhard Glüer

Männlicher Frostspanner, 29.11.2011. Foto: Bernhard Glüer

Perfekt getarnt - weiblicher Frostspanner an Zweigspitze, 29.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Perfekt getarnt - weiblicher Frostspanner an Zweigspitze, 29.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Mit seinen zurückgebildeten Flügelstummeln ist das Frostspannerweibchen flugunfähig, 29.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Mit seinen zurückgebildeten Flügelstummeln ist das Frostspannerweibchen flugunfähig, 29.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Tarnung hin oder her..., 29.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Tarnung hin oder her..., 29.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

... mit dem prall eiergefüllten Hinterleib sind die Frostspannerweibchen nicht nur für Baumläufer leckere Happen, 29.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

... mit dem prall eiergefüllten Hinterleib sind die Frostspannerweibchen nicht nur für Baumläufer leckere Happen, 29.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Verbreitet - aber nicht häufig - eine Kleine Pappelglucke, 24.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Verbreitet - aber nicht häufig - eine Kleine Pappelglucke, 24.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Ein anderer Gast unter der herbstlich/nächtlichen Lichtquelle - ein Herbstspanner (Colotois pennaria), 19.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Ein anderer Gast unter der herbstlich/nächtlichen Lichtquelle - ein Herbstspanner (Colotois pennaria), 19.11.2011 Foto: Bernhard Glüer

Dienstag, 29. November 2011


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