Tagesarchiv für den 25. Juni 2011

Schwerte: Bluthänfling, Schafstelze, Uferschwalben, Flussregenpfeifer, 25.06.2011 (Quelle/Beob.: www.agon-schwerte.de / U. u. D. Ackermann)

Villigst/Ergste: Im Wassergewinnungsgelände Villigst/Ergste stehen die Filterbecken trocken. Anscheinend wird zu wenig Wasser verbraucht. Gleich am ersten Becken drehten „spielerisch“ etwa 30 Uferschwalben mit Jungen ihre Runden, flogen fast wie Mauersegler bis dicht vor die schrägen Wände und drehten wieder ab, um schließlich doch auch immer mal wieder dort zu landen. Hin und wieder wurden auch die flüggen Jungen gefüttert. Vermutlich sind die Bruten in den Dränrohren erfolgt, die etwa einen halben Meter unter der Beckenoberkante münden. Auf dem Beckengrund Futter suchend ein Bluthänfling, am Rand zwei Graureiher, zwischen den Sandhaufen zwei Flussuferläufer und eine junge Schafstelze. Auf dem ersten Teich der von W. Pitzer schon gesehene Höckerschwan mit seinen nur zwei Jungen. Dort auch mehrere Plattbauchmännchen, die sich auf dem warmen Weg sonnten [Fotos unter www.agon-schwerte.de].

Samstag, 25. Juni 2011

Fröndenberg / Unna: Wespenbussarde, Turteltauben, Teichrohrsänger, Neuntöter, Flussregenpfeifer, 24./25.06.2011 (B.Glüer)

Gestern östlich der Hellkammer (Frdbg.-Bausenhagen) ein Wespenbussardmännchen über 30 Minuten kreisend. Reagierte auf von mir gepfiffene „Rufe“ mit Schmetterlingsflug – entfernte sich jedoch langsam in südwestlicher Richtung mindestens bis zur Ruhr. Dort wurde immer häufiger der Schmetterlingsflug gezeigt, was vielleicht bedeutet, dass dort der Horstplatz mit dem Weibchen zu vermuten ist. Heute morgen flog südlich von Unna-Siddinghausen ein sehr dunkles Weibchen niedrig parallel zur A 44, landete in einer Fichte, um von dort in einen östlich gelegenen Wald am Böckenweg zu fliegen (Horstplatz?). Heute abend – um 19.30 Uhr eine weitere, nicht eindeutig zu interpretierende Beobachtung eines Wespenbussardpaares nördlich von Frbg.-Hohenheide – unweit meines Wohnhauses (übrigens hat sich hierbei einmal mehr der magische Kausalzusammenhang bestätigt, dass es ornithologisch gerade dann spannend wird, wenn man zuvor der Meinung war, dass man unterwegs kein Fernglas braucht – weil man ja nur kurz mit dem Hund raus muss und außer einem selbst höchstens ein paar Krähen unterwegs sind). Es kam also ca. 500 m nördlich unseres Hauses ein Wespenbussard niedrig fligend und rufend (!) aus einem kleinen Gehölz. Ich antwortete ihm mit einer gepfiffenen Rufimitation, was ihn sofort zur Änderung der Flugrichtung auf mich zu und dann zurück zum Wald bewog, aus dem er gekommen war. Dort waren weiter Rufe als ständige Antwort auf meine Pfiffe zu hören, die – wie sich schnell herausstellte – von zwei Vögeln stammten! Als ich in das nur ca. 0,4 ha große Wäldchen hineinging, flogen beide Vögel heraus und entschwanden – noch immer rufend – über dem Golfplatz. Nach meinen Erfahrungen rufen Wespenbussarde nur sehr selten – sie reagieren zwar neugierig auf gepfiffene Rufe, antworten normalerweise jedoch nicht (anders als Mäusebussarde). Rufe habe ich immer als Ausdruck besonderer Erregung (zum Beispiel beim Auftauchen von Fressfeinden – etwa eines Marders am Horst) erlebt. Deshalb befürchte ich auch in diesem Fall, dass die Beobachtung zweier rufender Altvögel – zu so später Stunde – nichts Gutes verheißt.
In Bönen heute vormittag eine rufende Turteltaube in Höhe des Holzplatzes auf der Oberleitung der Bahntrasse. In der Seseke-Renaturierungsbaustelle wieder 5 Flussregenpfeifer mit mindestens 4 Jungvögeln. Gestern eine weitere Bestätigung der Turteltauben im Ölmühltal – balzrufend (Frdbg.). Dort auch ein singender Teichrohrsänger. Ebenfalls gestern ein Neuntötermännchen westlich der Horster Mühle (Bönen).

Turteltaube über der Bahntrasse nahe dem Holzplatz / Bönen, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube über der Bahntrasse nahe dem Holzplatz / Bönen, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube auf der Oberleitung der Bahntrasse, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube auf der Oberleitung der Bahntrasse, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube im Balzflug über dem Bahnkörper, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube im Balzflug über dem Bahnkörper, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube im Balzflug über dem Bahnkörper, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube im Balzflug über dem Bahnkörper, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube mit aufgeblähtem Kehlsack rufend, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Turteltaube mit aufgeblähtem Kehlsack rufend, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Sehr dunkles Wespenbussardweibchen südlich von Unna-Siddinghausen, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Sehr dunkles Wespenbussardweibchen südlich von Unna-Siddinghausen, 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Wespenbussardweibchen landet in einer Fichte und hält von dort Ausschau..., 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Wespenbussardweibchen landet in einer Fichte und hält von dort Ausschau..., 25.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Samstag, 25. Juni 2011

Fröndenberg: Tüpfelsumpfhuhn, Waldwasserläufer, Kiebitzküken und Heckrindkalb am 25.06.2011 (Gregor Zosel)

Heute am frühen Morgen erklang aus der Feuchtwiese der Kiebitzwiese unermüdlich der Ruf des Tüpfelsumpfhuhn. Leider blieb mir heute ein Sichtkontakt verwährt. Bei der Suche in meinen Unterlagen nach der letzten Beobachtung eines Tüpfelsumpfhuhns in dieser Gegend bin ich auf eine Beobachtung vom 05.11.1976 gestoßen. In seinen Tagebüchern beschreibt der verstorbene Fröndenberger Ornithologe Arno Bock eine Begegnung mit einem Tüpfelsumpfhuhn im Schilggürtel des Mendener Ententeiches im NSG „Auf dem Stein“. In den 60 er Jahren notierte Arno Bock jedes Jahr im Frühjahr und Herbst bis zu 3 Tüfelsumpfhühner im Schilf- und Seggengürtel des Ententeiches. Im Jahr 1960 gab es hier sogar einen Brutverdacht.
Ansonsten auf der Vernässungsfläche der Kiebitzwiese heute 3 Waldwasserläufer, 1 Flußregenpfeifer sowie unsere Kiebitze. Bei dem zweiten Brutpaar sind es mindestens 2 kleine Küken. Diese Familie hat nun von der westlichen Blänke zu der großen offenen Wasserfläche in Höhe der Alten Eiche gewechselt.
In der Ruderalzone neben dem Rohrammerpaar auch mal wieder der singende Feldschwirl. Über den Wasserflächen der Kiebitzwiese, der Ruhr und des Ententeiches über 100 Mauersegler beim Jagen.
Erfreulich auch die Nachricht vom erneuten Nachwuchs in der Heckrindherde. Ich konnte heute das erst wenige Tage alte und noch namenslose Kälbchen in der hohen Wiese entdecken.

Ein Kiebitz und ein Flußregenpfeifer auf der Vernässungsfläche der Kiebitzwiese am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Ein Kiebitz und ein Flußregenpfeifer auf der Vernässungsfläche der Kiebitzwiese am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Eines der Kiebitzküken auf der Kiebitzwiese am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Eines der Kiebitzküken auf der Kiebitzwiese am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Sie haben schon die Größe der Eltern erreicht. Die Jungen des Zwergtauchers auf der Ruhr am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Sie haben schon die Größe der Eltern erreicht. Die Jungen des Zwergtauchers auf der Ruhr am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Das neugeborene Heckrindkälbchen auf der Kiebitzwiese am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Das neugeborene Heckrindkälbchen auf der Kiebitzwiese am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Geschützt in der Herde erlebt das Heckrindkälbchen die ersten Tage seines Lebens auf der Kiebitzwiese am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Geschützt in der Herde erlebt das Heckrindkälbchen die ersten Tage seines Lebens auf der Kiebitzwiese am 25.06.11 Foto: Gregor Zosel

Samstag, 25. Juni 2011


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