Tagesarchiv für den 17. Juni 2011

Fröndenberg: Schmetterlinge, 17.06.2011, (B.Glüer)

Im Garten (Frdbg.-Hohenheide) zeigte sich heute an Natternkopf wieder ein Taubenschwänzchen. Zum Thema Schmetterlinge möchte ich noch ein paar interessante Hintergründe beisteuern, die mir durch die Zucht von Totenkopfschwärmern aufgefallen sind.
Der Totenkopfschwäremr ist ein sehr imposanter, großer Nachtfalter, der vor allem aus Nordafrika regelmäßig nach Europa einwandert und dabei durchaus bis nach Skandinavien kommt. In früheren Zeiten wurden im Spätsommer auf Kartoffelfeldern schon mal die riesigen Raupen oder beim Kartoffellesen auch die großen Puppen dieser Falter gefunden, nachdem die Einwanderer auf Kartoffelkraut (ist bei uns die bevorzugte Nahrung der Raupen) Eier gelegt hatten. Heute sind solche Funde wegen hoch effizienter Insektenbekämpfungsmethoden gerade auf Kartoffelfeldern (etwa gegen Kartoffelkäfer) fast unmöglich – deshalb habe ich mir aus Begeisterung für diesen Falter zu Zuchtzwecken Eier über eine Insekten-Börse im Internet bestellt. Mit Erstaunen musste ich nun bei der Raupenaufzucht feststellen, dass es nicht nur für die Falter selbst kaum möglich ist, unbehandeltes Kartoffelkraut zu finden, sondern auch für mich! Die simple Annahme, dass im Bio-Landbau das Kartoffelkraut verwendbar sein müsste, erwies sich bei einer Nachfrage an entsprechenden Höfen als falsch. Auch hier dürfen die Kartoffeln gespritzt werden: mit einem Präparat, das auf Basis von Bakterienkulturen (B. thuringiensis) hergestellt ist. Diese Bakterien kommen auch in der Natur vor und sind für Schmetterlingszüchter der „Horror“ (sie lösen bei Raupen die hoch ansteckende und absolut tödliche Schlaffsucht aus)! Bei weiteren Recherchen konnte ich nun lernen, dass es von diesen Bakterienstämmen viele Unterarten gibt, die alle sogenannte B-Toxine produzieren, die spezifisch für bestimmte Insekten (nicht für Menschen) tödlich sind und sich wie das EHEC-Bakterium im Darm der Tiere festsetzen, um dort ihre Gifte zu produzieren. In der Gentechnik hat man es nun schon vor Jahren geschafft, bakterielle Genbausteine in Mais oder Baumwolle einzubauen, so dass auch diese Pflanzen tödliche B-Toxine produzieren können… – Welweit konnte man dadurch Insektizideinsätze drastisch senken. Doch ich frage mich, ob solche in der Natur einmal freigestzte Genbausteine oder auch massenhaft gezüchtete Bakterienkulturen „beherrschbar“ sind oder ob sie nicht eine Eigendynamik mit weitreichenden Folgen – nicht nur für Flora und Fauna – entwickeln können…
Für meine Raupen habe ich übrigens einen Bio-Bauern in Bönen gefunden, der gänzlich unbehandelte Kartoffeln anbaut.

Taubenschwänzchen an Natternkopfblüten im eigenen Garten, 17.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Taubenschwänzchen an Natternkopfblüten im eigenen Garten, 17.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Taubenschwänzchen an Natternkopfblüten im eigenen Garten, 17.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Taubenschwänzchen an Natternkopfblüten im eigenen Garten, 17.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Taubenschwänzchen an Natternkopfblüten im eigenen Garten, 17.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Taubenschwänzchen an Natternkopfblüten im eigenen Garten, 17.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Raupe des Totenkopfschwärmers auf unbehandeltem Kartoffelkraut, 17.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Raupe des Totenkopfschwärmers auf unbehandeltem Kartoffelkraut, 17.06.2011, Foto: Bernhard Glüer

Freitag, 17. Juni 2011

Schwerte: Waldlaubsänger, 17.06.2011 (Beob.: B. & N. Handy, Quelle: www.agon-schwerte.de / D. Ackermann)

Am 17.06. 11 konnten wir einen singenden Waldlaubsänger im Schwerter Wald hinter dem Freischütz hören.

Freitag, 17. Juni 2011

Selm: Feldschwirl, Rohrammer, Kuckuck, Steinkauz und Nachtigall am 17.06.2011 (Uwe Norra)

Abends im Gebiet Selm Ternsche: An der Stever singen 1 Feldschwirl und 1 Rohrammer. Zwischen Funne und Steverweg rufen 1 Kuckuck und 1 Steinkauz. An der Bahnlinie Richtung Lüdinghausen singt weiterhin 1 Nachtigall.

Freitag, 17. Juni 2011

Bergkamen: Buntspecht-Familie in Oberaden (Kerstin Zenker)

Zur Zeit besucht mich eine Buntspechtfamilie in meinem Garten bzw. das Muttertier sucht nach Futter um die Kleinen in meiner Tanne zu füttern. Lustig ist auch anzusehen, wie die Jungspechte auf den Ästen versuchen, ihre Klopfgeräusche zu üben.



Freitag, 17. Juni 2011


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