Hamm/Ascheberg: Ein neuer Orpheusspötter und ein Brutnachweis der Rohrweihe in Ascheberg am 26.05.2009 (W. Prünte)

26.Mai 2009

Ein heftig singender Orpheusspötter heute in einer stufig aufgebauten Heckenlandschaft in Bockum-Hövel (Stadt Hamm) – etwa 3,5 Kilometer außerhalb des Kreises Unna. Zweimal fing sich der Vogel in einem Japannetz, konnte jedoch mit Hilfe des starken Windes jeweils entkommen… Die Artbestimmung des recht zutraulichen Orpheusspötters bereitete keine Schwierigkeiten (Gesang, fehlender Flügelspiegel u. a.) Eine mehrstündige Beobachtungsphase läßt den Schluss zu, dass der Vogel unverpaart war. Begleitvögel im Revier des Orpheusspötters waren übrigens Dorngrasmücke, Gartengrasmücke (die ich bisher in diesem Jahr überall in guter Zahl angetroffen habe), Fitis und Grünfink.
Da nicht davon auszugehen ist, dass mich General Zufall mit gütiger Hand oder aber die ornithologische Vorsehung innerhalb von nur zwei Tagen an alle aktuellen Orpheusspötter-Standorte im mittleren Westfalen führte, ist davon auszugehen, dass diese eigentlich „südliche“ Art inzwischen schon häufiger im Lande vorkommt, als es aufgrund der wenigen Beobachtungen im Moment noch scheint. Wir sind also alle gut beraten, nach dem Orpheusspötter gezielt Ausschau zu halten. Seine Ansprüche an den Lebensraum sind im vorletzten Limicola-Heft vorbildlich beschrieben worden – vor allem stufige Hecken zählen dazu.
Nur 1,5 Kilometer außerhalb der bei Werne-Wessel verlaufenden nordwestlichen Kreisgrenze gelang heute der Fund eines Rohrweihen-Horstes in einem Gerstenschlag in Ascheberg, genau in der Bauernschaft Nordick in Herbern.

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